Erfolge
und Neuigkeiten

Wir stellen Ihnen hier unsere Erfolge vor
sowie interessante Neuerungen zu allen wichtigen rechtlichen Themen.

Signal Iduna zahlt nach Klageeinreichung 10.679,00 EUR - LG Kiel Az. 11 O 111/16

Unser Mandant litt an einem so genannten Subacromiale Impingementsyndrom, einer Einengung des Schulterdachs mit dem darunterliegenden Gewebe und einer daraus folgenden entzündlichen Veränderung der Schleimbeutel. Er hatte dauerhaft starke Schmerzen in der rechten Schulter, konnte seinen Arm nicht mehr bewegen und war damit arbeitsunfähig, denn er musste als Versicherungsmakler regelmäßig zu seinen Kunden fahren. Dies war ihm nun nicht möglich. Ein guter Chirurg leitete alle diagnostischen Maßnahmen ein und empfahl eine Operation. Nach einer Schonzeit von drei Monaten nach der Operation wäre ein so gutes Operationsergebnis zu erwarten, dass unser Mandant dann wieder arbeitsfähig sei. Unser Mandant begehrte von seiner Versicherung, der Signal Iduna, die Zahlung eines Krankentagegeldes. Die Signal Iduana zahlte zunächst auch. Nach einigen Wochen aber bat sie unseren Mandanten, einen Gutachtentermin bei einem Arzt in Hamburg wahrzunehmen. Unser Mandant fuhr nach Hamburg und ging davon aus, dort untersucht zu werden. Der Arzt untersuchte unseren Mandanten aber gar nicht. Er sagte ihm vielmehr, er sei nicht arbeitsunfähig (also vorübergehend nicht in der Lage zu arbeiten), sondern er sei berufsunfähig (also dauerhaft nicht mehr in der Lage, zu arbeiten). Die geplante Operation sei absolut sinnlos und würde kene Heilung bringen. Würde er sich operieren lassen, würde er wahrscheinlich auch noch eine Infektion bekommen und die Schulter wäre dann schmerzhafter als heute. Unser Mandant widersprach und berichtete von der geplanten Operation. Der Arzt antwortete dann, er sei entweder berufsunfähig oder aber könne er arbeiten und sei nur ein Simulant. Im übrigen habe unser Mandant beruflich wohl etwas falsch gemacht, wenn er in seinem Alter noch auf die Zahlung von Krankentagegeld angewiesen sei. Hierzu ist anzumerken, dass unser Mandant als Versicherungsmakler keinerlei Grund hatte, uns nicht die Wahrheit über den Ablauf dieser "ärztlichen Untersuchung" zu berichten. Man kann sich gut vorstellen, dass unser Mandant ziemlich konsterniert war und gar nicht glauben wollte, was ihm gerade widerfahren war.

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Berufsunfähigkeitsversicherung - Provinzial zahlt 20.000,00 EUR nach Einreichung unserer Klage - LG Kiel Az. 8 O 267/12

Unsere Mandantin wurde an ihrem Arbeitsplatz massiv und über Monate gemobbt. Der Arbeitgeber wollte offensichtlich unsere Mandantin dazu bewegen, ihre Stelle zu kündigen. Unsere Mandantin wurde zunächst jedoch krank. Ihr wurde ein ausgeprägtes Erschöpfungssyndrom mit starker depressiver Verstimmung, ein schweres Burn-Out-Syndrom sowie ein Wirbensäulensyndrom fachärztlich bestätigt.Trotz Rehamaßnahmen und therapeutischer Behandlung besserte sich der Zustand unserer Mandantin kaum. Mit dem Arbeitgeber vereinbarte sie mit unserer Hilfe einen Aufhebungsvertrag. Sie erhielt eine gute Abfindung, die es ihr ermöglichte, sich zunächst weiter therapieren zu lassen. Die ersten Ärzte erklärten unserer Mandantin, sie werde voraussichtlich nicht wieder in ihrem Beruf arbeiten können, sie sei berufsunfähig.  Sie würde nur mithilfe von Pschopharmakan einen Zustand erreichen, der es ihr ermöglichen würde, am Alltag der Familie teilzuhaben. Bis auf weiteres sei eine Besserung aber nicht in Sicht. Ob sich eine Besserung einstellen würde, könne man erst im Rahmen einer langfristig angelegten Therapie absehen.

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